Faserverlust von Pilling unterscheiden
Beim Faserverlust lösen sich Fasern und gelangen auf andere Oberflächen; Pillknötchen bleiben am Stoff. Prüfen Sie beide Stoffseiten und Kontaktstellen mit dunklem Futter. Sind es lose Fasern, gebrochene Garne oder Fremdmaterial? Der Recyclinganteil allein erklärt den Fehler nicht.
Drei Materialstufen aufbewahren
Bewahren Sie Freigabemuster, ungeschnittenen Stoff der betroffenen Rolle und getragenen oder gepflegten Mantel getrennt auf. Betrifft es nur den Mantel, untersuchen Sie Futterreibung, Nähte und tatsächliche Pflege. Zeigt auch ungeschnittener Stoff das Problem, vergleichen Sie Garnpartien, Rauhen, Scheren und Oberflächenreinigung. Notieren Sie Rollennummern.
Den Vergleich wiederholbar machen
Vereinbaren Sie ein sauberes Kontrastgewebe, Kontaktfläche, Druck, Wiederholungen und Probenstufe. Fotografieren Sie bei gleichem Licht und behalten Sie eine unbehandelte Referenz. Ein vereinbarter Vergleich ist nicht automatisch eine Normprüfung. Eine Pillingnote bestätigt keine ausreichende Beständigkeit gegen Faserverlust im fertigen Mantel.
Eine Änderung nach der anderen prüfen
Prüfen Sie zunächst verbliebene lose Fasern und die Rauhintensität. Weniger Rauhen kann auch Volumen verändern; eine fixierende Ausrüstung kann Griff und Pflege beeinflussen. Vergleichen Sie korrigierte Ware auf Faserübertragung, Farbe, Weichheit und vorgesehene Pflege. Eine Fusselrolle entfernt sichtbare Fasern, beweist aber keine dauerhafte Verbesserung.
Freigabe und Reklamation konkret festlegen
Übermitteln Sie Artikel, Farbe, Rolle, betroffene Stelle, Auftreten und Pflegeverlauf mit Rückstellmustern. Vereinbaren Sie akzeptables Referenzmuster, Vergleichsverfahren und Freigabeverantwortung. Sperren Sie strittige Rollen vor dem Zuschnitt und legen Sie fest, welche Garn- oder Ausrüstungsänderungen eine erneute Bemusterung erfordern.
Vor der Serienfreigabe
- Artikel, Farbe, Rolle und Charge jeder Probe kennzeichnen.
- Prüfmethode, Bedingungen, Grenzwert und Freigabeverantwortlichen festlegen.
- Nach der Korrektur Aussehen, Griff und vorgesehene Pflege prüfen.
- Fehlerprobe und Freigabemuster bis zur Klärung aufbewahren.